Vorläufige Ergebnisse

Stand 01.02.2026

Konsens:

  • T’ai Chi Ch’uan und Qi Gong sind unterschiedlich wirksam. Überschneidungen sind möglich.
  • Qi Gong betont mehr den Fluss innerer Zusammenhänge und Wechselwirkungen.
  • Bei Taiji steht die Interaktion mit äußeren Kräften im Vordergrund.
  • Die Wirksamkeit von T’ai Chi Ch’uan kann in Partner- und Interaktionsübungen (direkt überprüfbar) gespürt werden.

Weiterer Bedarf für Austausch, Diskussion und die Gestaltung gemeinsamer Arbeit:

  • Gibt es eine Trennung zwischen körperintern und körperextern?
  • Oder ist äußere Wirksamkeit ein wesentliches Kriterium für innere Zentrierung oder umgekehrt: Ist eine körperlich psychologische Harmonie (Wuji) nicht die Voraussetzung für wirksames Taiji?

Ausblick

  • Wie kann im Training von T’ai Chi Ch’uan die Achtsamkeit für innere Harmonie gefördert werden?
  • Wie kann im Qi Gong (z.B. durch Partnerarbeit)
  • Bei Interesse an einer Mitwirkung bitte Nachricht an: a.beil@ddqt.de


T’ai Chi Ch’uan und Qi Gong unterscheiden sich

Beim Qi Gong handelt es sich um ein System, bei dem die erzeugte und kultivierte Energie dazu genutzt wird, positive Veränderungen im Körper des Praktizierenden zu erzielen:


Bezogen auf den Umgang mit dieser Energie ist Qi Gong ein körperinternes System! Beim T’ai Chi Ch’uan handelt es sich um eine Kampfkunst deren Sinn darin besteht, körperliche Auseinandersetzungen möglichst unbeschadet zu überstehen. Alle anderen Komponenten sind diesem Ziel untergeordnet.

Es sollen fremde Energien aufgenommen und neutralisiert werden. Die eigene erzeugte und kultivierte Energie soll auf einen anderen Körper übertragen werden. Bezogen auf den Umgang mit dieser Energie ist T’ai Chi Ch’uan ein körperexternes
System!


Betrachtet man die beiden Systeme unter diesem Gesichtspunkt, erlangt man die Erkenntnis, dass über 90 % aller weltweit praktizierten T’ai Chi Ch’uan-Formen reines Qi Gong sind. Die Darstellung eines Unterschiedes ist dann reine Fiktion.