11. Prüfung

Es obliegt weitgehend den ausbildenden Instituten Validierungsmaßnahmen und -instrumente für ihre Ausbildungsangebote zu gestalten. Die Mindestanforderungen der DDQT-Ausbildungsordnung sind dabei zu berücksichtigen:

11.1. Prüfungszulassung
Zur Prüfung wird zugelassen wer:
• die entsprechend des Kerncurriculums abgeleisteten Unterrichtseinheiten bzw. Zeitstunden in seinem Ausbildungspass gegenüber dem ausbildenden Institut nachweisen kann und
• die vom ausbildenden Institut geforderten weiteren Konditionen erfüllt und nachgewiesen hat (z.B. Erfahrungsberichte oder Referate, Hospitationen, Einzelstunden, schriftliche Hausarbeit, Supervision, Unterrichtsproben, …)
• ein DDQT-Seminare nachweist
• einen 1. Hilfe-Kurs nachweist
Im begründeten Einzelfall ist eine vorzeitige Zulassung zur Prüfung durch das jeweils ausbildende Institut möglich.

11.2. Prüfungsanforderungen
Die Prüfung erstreckt sich auf die aufgeführten Qualifikationen sowie auf den vom Ausbildungsinstitut vermittelten Lehrstoff.

Die Prüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:
• schriftliche Prüfung/Reflexion/Vortrag/geplantes, konzipiertes, durchgeführtes und evaluiertes Kursangebot/Präsentation
• praktische Prüfung/Lehrprobe
• mündliches Prüfungsgespräch/Feed-back/Reflexion

Im Prüfungsbereich schriftliche Prüfung soll der/die TeilnehmerIn nachweisen, dass Ausbildungsinhalte sowie praxisbezogene handlungsorientierte Aufgaben präsent hat und selbige verstanden sind. In welcher Form dieser Prüfungsteil umgesetzt wird obliegt dem ausbildenden Institut.

Im praktischen Teil der Prüfung liegt der Schwerpunkt auf dem pädagogisch, methodisch-didaktischen Aspekt der Qualifizierung. Mittels einer Lehrprobe in Beisein des Prüfungsausschusses wendet der/die Teilnehmende, an einer ihr unbekannten Gruppe, ihre/seine Kompetenz an und stellt sie unter Beweis. Die Einzelheiten der praktischen/Lehrprüfung obliegen dem ausbildenden Institut.

Im Rahmen des mündlichen Prüfungsgesprächs von ca. 30 Minuten wird die Prüfungs-Lehrprobe von Teilnehmenden sowie dem Prüfungsausschuss reflektiert. Ein konstruktives Feed-back wird gegeben. Die Einzelheiten der mündlichen Prüfung obliegen dem ausbildenden Institut.

11.3. Bestehens-Regelung
Die Prüfung ist bestanden, wenn der Prüfungsausschuss in allen drei Prüfungsbereichen das Bestehen empfiehlt.

11.4. Prüfungsausschuss
Der Prüfungsausschuss ist mit mindestens drei Prüfenden zu besetzen:
• Ausbildungsleitung
• VertreterIn aus der Reihe der Mit-Ausbildungsteilnehmenden
• Frei gewählt aus ausbildendem Institut, DDQT-Kollegium, chinesische MeisterIN, Fachperson aus Pädagogik/Bildung/Gesundheitswesen, …
Bei der Bewertung der Prüfung sind die pädagogischen Kompetenzen mit 40% der Gesamtleistung zu werten.

11 Kommentare zu “11. Prüfung

  1. Ich finde einen Prüfung ausserhalb der Ausbildungsinstitute nicht sinnvoll und plädiere für den bisherigen „freien“ Ansatz der aktuellen AALL.
    Das gilt auch für den Bereich „Lehrerausbildung“

      • Mir stellt sich diese Absatz so dar, als würde das Ausbildungsinstitut die Ausbildung gestalten und am Ende entscheidet eine Jury ( Die beim Kursleiter noch aus Kompetenzen vor Ort, beim Lehrer aber schon von mindestens einem Fachmann der nicht zum Ausbildungsinstitut gehört, abgenommen werden soll. Erst dieses Gremium entscheidet. So kann ein nicht zu Institut gehörender Aussenstehender die gesamte Ausbilung canceln) ich würde mich freuen, wenn ich das falsch verstanden habe 😉

        • Es ist schon wirklich interessant, wie der Mensch dazu tendiert els erstes ein worst case Szenario zu imaginieren… 🙂

          KL-Prüfungen: „im eigenen Saft“
          L-Prüfungen: „eigener Saft“ + Extern (+++möglich)
          A-Prüfung: „eigener Saft“ + Extern (+++ möglich, da die angehenden AusbilderInnen sich sehr stark gegenseitig fördern und fordern sollen, würde ich persönlich einen Wunsch-Prüfer einsetzen)

  2. Vielleicht habe ich da etwas nicht mitbekommen, do was genau meint ihr mit einem DDQT-Seminar? Wo werden diese angeboten? Wer hält diese? Gilt es als DDQT-Seminar, wenn ich selbst Tagesseminare und Fortbildungen anbiete? Oder finden diese in Göttingen statt? (Bin relativer Neuling als Mitglied…).Dann finde ich 30 Minuten Gespräch zu lange. In meinem vorherigen Ausbildungsgang waren es 15 Minuten, damit wir an einem Wochenende bei 12 bis 14 Personen mit der Prüfungszeit hinkommen. Was meint ihr dazu?

    • 1 „DDQT-Seminar“ verbindlich zu integrieren in alle Kursleiterausbildungen ist von dem AusbilderInnentreffen in Leipzig vorgeschlagen und auf der JHV 2017 verabschiedet worden. Inhaltlich sollen dort vor allem übergreifende Informationen und Fertigkeiten vermittelt werden z.B. in Punkto Umgang mit der ZPP, aber auch hinsichtlich von Möglichkeiten sich beruflich weiter zu entwickeln, ggf. anzuschliessen an staatliche Abschlüsse. Die Ausbildenden wissen ihre Leute gut informiert und haben in den Ausbildungen mehr Zeit für Fach-, Schul-, Form- spezifische Ausbildung.

      Natürlich sollen diese Seminare auch dazu führen, dass die Szene sich besser vernetzt und diese Vernetzung Früchte tragen kann.

      Ein Pilot-Semionar soll im November 2019 stattfinden und durchgeführt werden von Christoph Stumpe, Sabine Schreiner, Anja Paul und mir. Also ein Pilot unter Leitung von Vorständen. In diesem Fall unbedingt weil hinsichtlich ZPP und beruflicher, juristischer Fragen etc. wir „am Puls der Zeit sind“.

      Grundsätzlich ist meine Vorstellung durchaus die, dass DDQT-Fachtage zu unterschiedlichen Themen auch von anderen DDQT anerkannten Ausbilder*innen gemeinschaftlich angeboten werden können. Mit dem DDQT als Veranstalter/Träger – für die Dozent*innen für Honorar. Der Effekt für TN soll wünschenswerterweise sein, dass es viel mehr Berührungspunkte gibt für Lehrende verschiedener Schulen/Vereine/Stile, aber auch konzentrierte Fort- und Weiterbildungsangebote in Thmenbereichen, die Schul-/Verein-/Stil übergreifend zur Professionalisierung zu beitragen.
      LG Angela

  3. hm.
    wenn ich 45 minuten lehrprobe setze und dann 15-30 minuten rückmeldung aus gruppe und prüfer sowie reflexion des eigenen standes…das wären 60-75 minuten plus 15 minuten pause danach. wenn man dann ein we von freitag abend (2x) samstag 2x + 2x) bis sonntag mittag (2x) rechnet, dann wären 8 leute mit lehrprobe und prüfungsgespräch pro we möglich.
    bei 30 minuten lehrprobe mit rückmeldung ca. 20 minuten + 10 minuten pause. dann wären 10 leute möglich.
    wenn ich das „ca. 30 minuten“ auf 20 minuten nach unten dehnen kann, dann wärs o.k.

    prüfungskommission mit 3 leuten….zu viel aufwand!
    2 prüfer ist gut für den kl, 2 für den lehrer, es kann ein externer dazugebeten werden (der kostet aber dann extra für die tn, da er i.d.r. nicht seminarleiter des abschlußseminars ist. das treibt dann gebühren mächtig nach oben.)
    ausbilder…prüfung?

    • Das Thema „Validierungskonzepte“ ist in meiner Welt eines, was sich lohnt kreativ und innovativ anzugehen, es mal zum Thema eines Gestaltungstages zu machen… Das gleiche gilt für die Frage des Prüfungsausschusses. Für wichtig erachte ich, dass das Verhältnis Prüfender : Prüfling größer als 1:1 ist, um ein transparentes und faires Kräfteverhältnis zu haben. Sicherlich hast Du bemerkt, dass wir sogar eine*n Vertreter*in der „Klassenkamerad*innen“ mit in den Prüfungsausschuss gesetzt haben…?

  4. ddqt-seminar/tag wäre evtl. auch eingebaut in die ausbildung denkbar, bei entsprechendem höherer stundenzahl. die themen sind wichtig, tauchen aber i.d.r. schon sehr früh in der ausbildungsgruppe auf und wollen von der leitung auch beantwortet sein. da müsste dann ein solches seminar mind. 2 x jährlich angeboten werden, damit bei den vielenvielen ausbidlungen die fragen zeitnah antwort finden.

    • Die Frage der ZPP taucht sicherlich früher auf und kann seine Beantwortung durch den Ausbilder*in haben und dann intensiviert auf dem DDQT-Seminar bearbeitet werden. Die Stundenzahl braucht in ihrem Mindestmass da auch keine Aufstockung. Das ein DDQT-Seminar BESTANDTEIL der Ausbildung sein soll ist bereits beschlossen (JHV 2017) und soll nun in die Ausbildungsordnung eingebettet werden. Auch Fragen zur beruflichen Weiterqualifikation bekommen hier ihren Raum und die Vernetzung zukünftig Lehrender mit Azubis anderer Ausbildungsinstitute kann keineswegs im eigenen Saft stattfinden. Dazu braucht es DIE ANDEREN…

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