11. Prüfung

11.1. Prüfungszulassung
Zur Prüfung wird zugelassen wer:
(1) die Ausbildungsvoraussetzungen erfüllt hat,
(2) die entsprechend des Kerncurriculums abgeleisteten Unterrichtseinheiten bzw. Zeitstunden in seinem Ausbildungspass nachweisen kann,
(3) den Nachweis eines Erste-Hilfe-Kurses erbringt und
(4) die vom ausbildenden Institut geforderten weiteren Konditionen erfüllt und nachgewiesen hat (z.B. Erfahrungsberichte oder Referate, Hospitationen, Einzelstunden, schriftliche Hausarbeit…. )
(5) Teilnahme an einem DDQT-Fachtag
(6) Min. 150 h Lehrerfahrung nachweist
Im begründeten Einzelfall ist eine vorzeitige Zulassung zur Prüfung durch das jeweils ausbildende Institut möglich.

11.2. Prüfungsanforderungen
Die Prüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:

• schriftliche Prüfung/Reflexion/Vortrag/geplantes, konzipiertes, durchgeführtes und evaluiertes Kursangebot/Präsentation, …
• praktische Prüfung/Lehrprobe,
• öffentliche Vorführung
• mündliches Prüfungsgespräch/Feed-back/Reflexion

Im Prüfungsbereich schriftliche Prüfung soll der/die TeilnehmerIn nachweisen, dass Ausbildungsinhalte sowie praxisbezogene handlungsorientierte Aufgaben präsent hat und selbige verstanden sind. In welcher Form dieser Prüfungsteil umgesetzt wird obliegt dem ausbildenden Institut.

Im praktischen Teil der Prüfung liegt der Schwerpunkt auf dem pädagogisch, methodisch-didaktischen Aspekt der Qualifizierung. Mittels einer Lehrprobe in Beisein des Prüfungsausschusses wendet der/die Teilnehmende, an einer ihr unbekannten Gruppe, ihre/seine Kompetenz an und stellt sie unter Beweis. Die Einzelheiten der praktischen/Lehrprüfung obliegen dem ausbildenden Institut.

Der Part: öffentliche Vorführung kann in einem der folgenden Settings erfolgen: DDQT-Fachtag, Fachkonferenz, Fach-Meeting/Festival, Welt-Taiji-und-Qigong-Tag, … und ist mit dem ausbildenden Institut/ggf. mit dem DDQT abzustimmen. Der Auftritt ist zu dokumentieren (Ausbildungspass).

Im Rahmen des mündlichen Prüfungsgesprächs von ca. 30 Minuten wird die Prüfungs-Lehrprobe von Teilnehmenden sowie dem Prüfungsausschuss reflektiert. Ein konstruktives Feed-back wird gegeben. Die Einzelheiten der mündlichen Prüfung obliegen dem ausbildenden Institut.

11.3. Bestehens Regelung
Die Prüfung ist bestanden, wenn der Prüfungsausschuss in allen drei Prüfungsbereichen das Bestehen empfiehlt.

11.4. Prüfungsausschuss
Der Prüfungsausschuss ist mit mindestens zwei Prüfern zu besetzen. Ein Prüfer muss aus dem ausbildenden Institut bestellt sein.
Bei der Bewertung der Prüfung sind die pädagogischen, methodischen und didaktischen Kompetenzen mit 40% der Gesamtleistung zu werten.

10 Kommentare zu “11. Prüfung

  1. Bedeutet das, dass das Ausbildungsinstitut nur bedingt selbst prüfen kann und letztendlich das Gremium entscheidet, ob die gesamte Ausbildung schlußendlich anerkannte wird?
    Was ist, wenn die Lehrer-Schüler gar nicht Mitglied im DDQT werden möchten?

    • Nein, das bedeutet es sicher nicht! Es soll allerdings sicher gestellt werden, dass bei Prüfungen mehr als 1 Person (nicht nur die möglicherweise einzige ausbildende Person) dabei ist und mit größerer Distanz mit prüft.
      Satzungsgemäß sind die Ausbildungsinstitute schon lange dazu verpflichtet JEDE bestandene Ausbildung mit einem DDQT-Gütesiegel zu krönen. Wie Du weißt ist damit ein Absolvent noch lange kein DDQT-Mitglied, sondern einE Gütesiegelträger*in. Legt diese Person nach 3 Jahren KEINEN Wert mehr darauf ein Gütesiegel zu haben, verlängert sie es nicht. Es empfiehlt sich die Kosten für ein Gütesiegel zukünftig in der Kalkulation der Ausbildungskosten zu berücksichtigen!

      • „Mir stellt sich diese Absatz so dar, als würde das Ausbildungsinstitut die Ausbildung gestalten und am Ende entscheidet eine Jury ( Die beim Kursleiter noch aus Kompetenzen vor Ort, beim Lehrer aber schon von mindestens einem Fachmann der nicht zum Ausbildungsinstitut gehört, abgenommen werden soll. Erst dieses Gremium entscheidet. So kann ein nicht zu Institut gehörender Aussenstehender die gesamte Ausbilung canceln) ich würde mich freuen, wenn ich das falsch verstanden habe “ ….
        Habe ich gerade bei Kursleiter abgeschickt. Ich gehe die ganzen Beiträge geerage nochmal chronologisch durch. Deine obige Antwort, Angela, erklärt aber schon einiges. Ganz kapiert habe ich es wohl noch nicht, aber etwas „beruhigter“ bin ich schon.
        Deine ständige Präsenz hier im Chat macht mir eratmal klar, was für eine wahnsinnige Arbeit Du dir machts. Danke und Hut ab!

        • Lieber Ulf,
          vielen Dank für Deine Würdigung! In der Tat ist diese Werk ein richtig heftiges Stück Arbeit! Natürlich kann es sein, dass es mal nicht gelungen ist sich rundum verständlich auszudrücken.
          Um für eine anstehende Prüfung den Prüfungsausschuss in dem eigenen Ausbildungsinstitut zusammenzustellen, soll grundsätzlich freie Auswahl bestehen. NAtürlich sollte es sich bei der externen Person um eineN AusbilderIn handeln.
          Wenn mann die Ausbildungsordnung zum xten Mal genau liest, wird eigenltich der Spielraum sehr deutlich, der an allen Ecken und Enden besteht! Um zu vermeiden, dass 1 Prüfer von 2en in der Lage ist, die gesamte Ausbildung zu smashen, wäre es auch denkbar den Prüfungsausschuss mit 3 Personen zu bestetzen. Wenn 2, vom Ausbilder selbst ausgewählte Mitprüfer, den Prüfling lieber nicht bestehen lassen wollen, dann….. 🙂

  2. Danke für deine Antwort Angela, so wird das auch klar. Ich finde die Prüfungsvorgaben prinzipiell gut.
    Doch der Teil „öffentliche Vorführung“ erschließt sich mir nicht. Wofür ist das gut? Wer ist dabei anwesend? Wer „begutachtet“? Und das mit den 30 Minuten Gespräch hatte ich bei der Kursleiter/innen-Ausbildung schon „bemängelt“.

    • Liebe Marie,
      sicherlich ist dir aufgefallen, dass die öffentliche Aufführung erst zur Lehrer*innenprüfung gefordert wird?
      Wer 3 Jahre Kursleiter*innenausbildung und möglicherweise direkt mit einer Lehrer*innenausbildung weiter gemacht hat, sollte in der Lage sein einen Beitrag zu leisten Taiji/Qigong öffentlich zu zeigen, bekannter zu machen.
      Taiji und Qigong MACHEN braucht keine Worte.
      Als Ausbilderin bist Du für Deine TN diejeniege die Gelegnheiten schafft und bestätigt. Es geht NICHT um ein GUTACHETEN… Diese „Auftritte“ sollen nicht irgendwie pompös sein, sondern u.a. zeigen, dass die Fachkompetenz auch öffentlich abrufbar ist und die Künste im öffentlichen Raum sichtbar machen.

      LG
      Angela

    • Huhu,
      um eine Lehrprobe angemessen zu reflektieren ist man schnell bei „ca. 30 Minuten“…? Grundsätzlich gibt es ganz viel Freiheiten in der Ausbildungsordnung! Vielleciht sollten wir mal einen DDQT-Fachtag zum Themenkomplex „Validierungsmöglichkeiten“ anberaumen. Ein Prüfungsgespräch kann durchaus kooperativ stattfinden und die anderen TN mit einbeziehen. Will sagen: Es lassen sich sehr nachhaltige Konzepte/Massnahmen finden, die das begrenzte Zeitfenster berücksichtigen ohne an Seriosität zu verlieren!

      Grüßli
      Angela

  3. …. ein Gütesiegel zu beantragen, ist okay, doch wozu wieso und weshalb soll oder muss mindestens eine weitere Person bei der Prüfung dabei sein? Aus welchem Personenkreis soll sie kommen, wer trägt die Kosten ?

    • „Der Prüfungsausschuss ist mit mindestens zwei Prüfern zu besetzen. Ein Prüfer muss aus dem ausbildenden Institut bestellt sein.
      Bei der Bewertung der Prüfung sind die pädagogischen, methodischen und didaktischen Kompetenzen mit 40% der Gesamtleistung zu werten.“

      Die Anforderungen an Lehrer*innen sollten höher sein als bei den Kursleiter*innen. Auch in der Prüfung.

      Gegefrage: was spricht dagegen die eigenen AusbildungsTN in ihrer Prüfung einemR Kolleg*in zu präsentieren?
      Eine Prüfung mit der Beteiligung eineS Kolleg*in ist belastbarer, öffentlicher etc.als ausschliesslich vor dem eigenen Ausbilder*in…

      Als gut vernetzte AusbilderIn koordiniert man sich z.B. mit Ausbilder-KollegInnen über die Beteiligung an Prüfungen und über anfallende Kosten….

      Gruß
      Angela

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